03. Sep 2026
Schengen - Siersburg
Streckeninfo:
29.85 km
782 hm
ca. 7h 56m
Strecken-Detail-Ansicht
Foto 1: Der einzige Mohnblume auf dem Feld... sie strahlt die Herrlichkeit Gottes aus, die ihrer blühenden Natur verliehen wurde. „Eins“ ist eine einsame Zahl, doch wer mit Jesus geht, ist niemals allein. Jenes geistliche Leben, das uns durch die Verbindung zu Gott geschenkt wurde, strahlt Gottes Herrlichkeit auf jeden aus, der des Weges kommt.
Foto 2: Ein Kirchturm, der den Weg zum Himmel weist. Paulus schrieb in seinen Briefen, dass das Volk Gottes ein Tempel für Gottes Geist ist. Möge unser Leben denjenigen Orientierung geben, die nach der Verbindung zu Gott suchen.
Foto 3: Schloss Malbrouck, ursprünglich im 15. Jahrhundert erbaut, unweit der kleinen französischen Gemeinde Manderen.
Als ich heute Morgen nach der Übernachtung in der Picknickhütte aufstand, dachte ich, wie schön eine Tasse heißer Tee wäre. Nachdem ich am Schloss vorbeigegangen war und Manderen betreten hatte, sah ich zwei Frauen, die den Hügel heraufkamen. Sie interessierten sich dafür, woher ich kam und wohin ich wollte. Die eine Frau erkannte das Jakobsweg-Symbol auf meinem Hut und erzählte, dass sie am nächsten Tag aufbrechen würde, um sechs Etappen des Jakobswegs in Frankreich zu wandern. Wir gingen gemeinsam den Hügel hinauf. Der Spaziergang war Teil ihres Trainings für den Jakobsweg, der am nächsten Tag beginnen sollte. Die beiden Frauen sind Nachbarinnen. Als wir bei ihren Häusern ankamen, lud mich die Frau, die den Jakobsweg gehen wollte, auf eine Tasse Tee und Kekse ein. Da war sie also, die Tasse Tee, die ich mir am Morgen gewünscht hatte. Die beiden Frauen stellten mir zudem ein Lunchpaket zusammen, wofür ich sehr dankbar war. Unterwegs hatte es keine Geschäfte gegeben, und das nächste würde ich erst am Abend erreichen. Gott ist gut! Ich führte ein schönes Gespräch mit der Camino Frau, während ich meinen Tee trank; anschließend betete ich für sie und segnete sie für ihre bevorstehende Etappe auf dem Jakobsweg. Sie sagte, es sei kein Zufall, dass diese Begegnung gerade heute stattgefunden habe. Das dachte ich auch.
Foto 4: Entlang der deutsch-französischen Grenze standen alte Grenzsteine und Skulpturen, die den Weg interessant machten. Diese Darstellung zeigt einen Grenzstein aus dem Jahr 1830, auf dem zwei massive Steine ruhen, die schwer über ihm lasten. Er trug die Aufschrift „Germany – Allemagne“. Für mich symbolisierte diese Darstellung die beiden Schwergewichte der europäischen Geschichte, die Ursache für Kriege und großes Leid waren. Frankreich hatte seinen Napoleon und Deutschland seinen Hitler. Heute leben sie friedlich Seite an Seite. Möge es so bleiben...
Foto 5: Das letzte Stück des Weges wurde sehr schmal und war später entlang eines Flusses kaum noch passierbar. Mehrmals musste ich meinen Rucksack abnehmen, um mich an umgestürzten Bäumen und anderen Hindernissen vorbeizuschlängeln. Es war offensichtlich, dass der Pfad kaum noch begangen wird, aber ich habe es geschafft. Das ist am Ende des Tages das Wichtigste... ich habe es geschafft!
Notiz: Heute war Tag 80 auf dem Snail-Trail.




