18. Jun 2025
Altsigh - Leitirfearn
Streckeninfo:
29.73 km
852 hm
ca. 8h 15m
Strecken-Detail-Ansicht
Foto 1: „Der Great Glen Way – Tag 3“
Dies war die zweitschwierigste Wanderung der Woche, 32 km und 1100 Höhenmeter, aber sie hat sich gelohnt...
Ich hatte ein gutes Frühstück in der Herberge. Am Abend zuvor hatte ich zwei ehrenamtliche Mitarbeiter etwas kennengelernt, Sebastian aus Kolumbien und Katja aus Russland, sehr nette und hilfsbereite junge Leute. Nach dem Frühstück heute sprach ich noch einmal kurz mit ihnen und betete für sie und ihren weiteten Lebensweg. Es war ein besonderer Moment.
Foto 2: „Der Höhenweg“
Es regnete den ganzen Tag über immer wieder, meistens aber nur leicht. Das Wetter war sehr ähnlich wie zu Beginn meiner Wanderung letztes Jahr in Estland. Mir gefällt solches Wetter sogar besser als die extreme Hitze auf dem Snail-Trail 2.0 durch den Balkan.
Heute musste ich mich an einem Punkt des Weges entscheiden. Ursprünglich hatte ich geplant, die niedrigere Route zu nehmen, die viel einfacher gewesen wäre. Doch dann entschied ich mich für die höhere Route. Ich fühlte mich gut und es regnete gerade nicht. Ich war froh, dass ich diesen Weg gegangen war. Es war der schönste Abschnitt des gesamten Great Glen Way.
Foto 3: „Evi“
Ich fragte mich, wie es wohl sein würde, den Great Glen Way entgegen der üblichen Wanderrichtung zu gehen. Tatsächlich kamen mir viele Menschen entgegen. Jeden Tag führte ich zahlreiche kurze Gespräche, oft konnte ich einen Teil meiner Geschichte erzählen, und gelegentlich ergab sich eine besondere Begegnung. Die Begegnung mit Evi war eine von den besonderen. Sie ist eine liebenswerte junge Frau von 24 Jahren, die Gottes Willen für ihr Leben sucht. Sie ist genau so alt wie ich, als ich zum ersten Mal nach Deutschland kam, um meinen Weg im Leben und im Dienst dort zu finden. Evi hat ein Herz für Muslime, hat bereits etwas Arabisch gelernt und interkulturelle Erfahrungen in einem islamischen Land gesammelt. Ich konnte sie ermutigen und ihr vielleicht einige hilfreiche Anregungen für ihren weiteren Weg geben. Wir beteten füreinander… auf dem Höhenweg. Beinahe hätte ich dieses Moment verpasst. Bete, dass der Gute Hirte Evi auf ihrem Weg leitet und begleitet.
Foto 4: „The Moorings“
In Fort Augustus wollte ich gut zu Mittag essen und Proviant für die nächsten zwei Tage einkaufen. Erst am Ende des Great Glen Way in Fort Williams am Samstag würde ich wieder einen Supermarkt sehen. Ich fragte den Verkäufer, wo ich gut essen gehen könnte. Er empfahl mir „The Moorings“. Ich ging hin. Der Besitzer ist ein Türke bulgarischer Abstammung. Wir kamen ins Gespräch. Als ich auf Türkisch sagte, dass ich Steven heiße, leuchteten seine Augen auf. Er heißt auch Steven. Als ich sagte, dass ich Pastor bin, leuchteten seine Augen noch mehr auf. Er ist Christ. Es gibt eine große Gruppe bulgarischer Türken, die ihr Vertrauen auf Jesus gesetzt haben. Steven und ich sind Brüder im Glauben. Ich betete für ihn, seine Familie und ihr Restaurant. Wenn du jemals nach Fort Augustus in Schottland kommen solltest, dann solltest du unbedingt „The Moorings“ besuchen. Das Essen ist sehr gut!
Foto 5: Die Schleusen von Fort Augustus




