14. Aug 2025

Dover - Dunkirk

Streckeninfo:

14.8 km 169 hm ca. Ferry

Strecken-Detail-Ansicht


Video: „Abfahrt vom Hafen Dover nach Calais, Frankreich“

Dies ist ein besonderer Meilenstein. Ich habe nicht nur meine Wanderung durch Großbritannien und Irland abgeschlossen, sondern vor wenigen Tagen auch die 1500-km-Marke geknackt und so viele Höhenmeter zurückgelegt, wie das Vierfache des Mount Everest beträgt. Bis ich mein Zuhause in der Nähe von München erreiche, muss ich noch zwei weitere „Everests“ besteigen. Heute ist außerdem der 60. Tag meiner Reise. Ich danke Gott für seine Gnade und schützende Hand über mir!

Foto 1: „Die Kreidefelsen von Dover“

Foto 2: Ursprünglich wollte ich die Fähre von Dover nach Dünkirchen nehmen, aber Fußpassagiere durften nur die Fähre von Dover nach Calais benutzen. Das bedeutete, dass ich von Calais aus den Zug nach Dünkirchen nehmen musste, um im Zeitplan zu bleiben. Fußpassagiere durften in Dover als Erste an Bord, waren aber in Calais die Letzten, die von Bord gingen. An Deck lernte ich einen jungen Franzosen namens Anton kennen. Er war mehrere Wochen in Großbritannien mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und kehrte nun nach Frankreich zurück. Wir teilten uns einen schönen Platz an einem schattigen Tisch mit herrlichem Blick auf Dover. Er machte dieses Foto von mir, bevor die anderen Auto-Fahrgäste aufs Deck kamen. Während der Fahrt von der Insel aufs Festland unterhielten wir uns angeregt über den Glauben und was es bedeutet, mit Jesus zu leben.

Foto 3: Ankunft im Hafen von Calais

Foto 4: Willy war etwas traurig, das Meer und die Küste zu verlassen. Er ist ja schließlich ein Wal. Ich hingegen war sehr froh, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben.

Foto 5: Bergues, Frankreich

Gegenüber dieser alten Stadtmauer lag der Campingplatz, auf dem ich die Nacht verbringen wollte. Doch auch dort war die Rezeption geschlossen. Ich rief die Nummer an der Tür an, hörte aber, wie es im leeren Büro klingelte. Der Platz war offensichtlich voll belegt. Ich hatte alles, was ich für die Nacht brauchte, außer Wasser. Die Leute, die direkt neben dem Büro zelteten, hatten meine schwierige Dilemma erkannt und mir eine 1,5-Liter-Flasche Wasser gegeben. Ich trank fast die Hälfte davon auf der Stelle und füllte meine Flasche mit dem Rest auf. Bergues ist eine ummauerte Stadt mit mehreren Mauern aus dem Mittelalter. Auf meiner Wander-App sah ich eine Stelle, wo ein Teil der Stadtmauer auf ein Waldstück traf. Dort fand ich einen unauffälligen Platz für mein Zelt. Offensichtlich hatten Schafe unter dem Baum, unter dem ich mein Zelt aufstellte, auch mal sich dort zu Ruhe gelegt. Nun würde ein weiteres „Schaf“ dort die Nacht verbringen. In der Ferne hörte ich laute Musik aus der Stadt, vielleicht sogar vom Campingplatz. Ich genoss die Ruhe inmitten der Natur.

Impressionen