06. Aug 2025
Eastleigh - Havant
Streckeninfo:
37.36 km
503 hm
ca. 8h 19m
Strecken-Detail-Ansicht
Foto 1: „Kein Stier…“
Das ist nicht gerade das Schild, das man sehen möchte, kurz bevor er das Feld überqueren muss. Ja, es war der öffentliche Fußweg… aber kein Stier war da. Nein, er war auf dem übernächsten Feld und graste dort Gott sei Dank friedlich mit seinen Kühen und Kälbern.
Foto 2: Ich bin mir nicht sicher, was das war, aber ich bin daran vorbeigegangen. Vielleicht die Ruine einer alten Kirche. Viele solcher Bauwerke prägen die Landschaft.
Foto 3: Ein typischer Feldweg zwischen zwei Feldern. Man vermutet, dass diese Wege entstanden, damit das Bauernvolk zu den Feldern gelangen konnte. In Lukas 14,23 erzählt Jesus in einem Gleichnis von Dienern, die auf die Landstraßen und an die Hecken geschickt werden, um Leute für das Hochzeitsmahl zu finden. Ich habe auf den Snail-Trails schon viele Menschen auf solchen Wegen getroffen, die ich zum "Festmahl" des Herrn einladen wollte – Menschen, die nicht in der Nähe der Kirche gehen, aber den Weg zum Haus des Vaters suchen.
Foto 4: „Mittagspause“
Ich versuche, etwa die Hälfte der Tageswanderung zu schaffen, bevor ich Mittagspause mache. (Manchmal esse ich dann später zu Mittag, als mir lieb ist.) Dann kann ich endlich Rucksack und Schuhe ausziehen. Nach dem Essen und Trinken wiegt mein Gepäck meist mindestens ein Kilo weniger.
Foto 5: „Heiße und trockene Tage in England“
An solchen Tagen ist es immer schön, Schatten auf dem Weg zu finden. Ich wandere gerade durch eine Gegend in England, die einst Wessex hieß. Anfang des 8. Jahrhunderts verließ ein Benediktinermönch namens Winfrid die Küsten von Wessex, um auf den europäischen Kontinent zu reisen und den heidnischen germanischen Stämmen die Botschaft der Hoffnung, des Lebens und der rettenden Gnade durch Jesus Christus zu bringen. In seinem unerschütterlichen Glauben fällte Winfrid die Donar-Eiche bei Geismar, um die Ohnmacht der heidnischen Götter zu demonstrieren, und baute aus ihrem Holz eine Kapelle. Winfrid erlitt am 5. Juni 754 n. Chr. in Dokkum (heutige Niederlande) den Märtyrertod und wurde schließlich in seiner geliebten Abtei Fulda beigesetzt. Einige Jahre zuvor hatte Papst Gregor II. seinen Namen in Bonifatius, den Apostel zu den Germanen, geändert. Nun wandere und bete ich, ein englischsprachiger Mensch aus Deutschland, wo Bonifatius einst lebte, wirkte und betete. Möge jene Leidenschaft, die Menschen zur Begegnung mit Gott führt, und jener unerschütterliche Glaube, den Bonifatius verkörperte, in den Kirchen und Herzen der Nachfolger Jesu in England neu entfacht werden. Dies ist mein Gebet, während ich durch die Küstenregion Südenglands wandere.




