23. Jul 2025
Carmarthen - Llanelli
Streckeninfo:
34.34 km
978 hm
ca. 9h 24m
Strecken-Detail-Ansicht
Foto 1: Mit 16 Jahren sagte ich Ja zu Jesus, und genau am diesen Tag vor 38 Jahren sagte ich Ja zu Astrid – zwei Entscheidungen, die ich nie bereut habe und die mein Leben stark geprägt haben. Es ist das vierte Mal in Folge, dass Astrid und ich unseren Jahrestag nicht zusammen verbringen konnten, da ich auf dem Snail Trail unterwegs war.
Foto 2: In den letzten anderthalb Tagen bin ich ins Landesinnere gewandert und habe viele hohe Hügel überquert, um zu dieser Brücke zu gelangen. Es würde noch einige Tage dauern, bis ich die Küste wieder erreichen würde. Einer der wenigen Höhepunkte der heutigen Etappe war die Strecke durch das Flussdelta zu dieser Brücke in Carmarthen. Kurz vor der Brücke kamen mir zwei Personen entgegen. Einer war ein älterer Mann, JJ, der von einem jungen Afrikaner namens Oliver aus Swasiland begleitet wurde. JJ fragte nach meinem großen Rucksack, und so kamen wir ins Gespräch. Beide glauben an Jesus. Als ich anbot, für sie zu beten, sagte JJ, er würde lieber ein Kirchenlied hören. Ich schlug „Amazing Grace“ vor. Also sangen wir gemeinsam die erste Strophe dieses wunderschönen Liedes, dort auf dem Pfad durch das Flussdelta. Offenbar kannten sie die nächsten beiden Strophen nicht oder konnten sich nicht daran erinnern (JJ), also sang ich sie solo. Oliver und JJ strahlten über das ganze Gesicht. Es braucht nicht viel, um jemanden glücklich zu machen.
Foto 3: In Carmarthen ging ich in einen Supermarkt, um Lebensmittel für den Rest des Tages einzukaufen. Dies wäre die letzte Gelegenheit bis zum nächsten Tag, etwas zu besorgen. Ich hatte gerade meinen Rucksack aufgesetzt und wollte den Laden verlassen, als Emanuel kam, um meinen Einkaufswagen zu holen. Er fragte, wohin ich mit dem Rucksack ginge. Ich sagte ihm, ich sei mit Jesus unterwegs. Er lächelte mich breit an und sagte, Gott sei bei ihm, er sei ein Gottes Kind, und zeigte mir sein Namensschild: „Emanuel“, was „Gott mit uns“ bedeutet. Er freute sich sehr, dass ich für ihn betete. Es ist nicht leicht für Einwanderer, sich in einem fremden Land zurechtzufinden.
Foto 4: Ich bin heute auf vielen Straßen gelaufen, aber das hier war am Ende der Etappe ein weiteres Highlight: ein Radweg, der früher eine Bahntrasse war, abseits vom Verkehr und im Schatten.
Foto 5: „Der Mann ist heute schon etliche Kilometer gelaufen!“, sagte Dermot zu seiner Frau Sharon, als ich auf dem Campingplatz ankam. Sie hatten mich Stunden zuvor auf der Straße gesehen. Dermot rief mir zu und fragte, ob ich etwas trinken möchte. Sie gaben mir nicht nur etwas zu trinken, sondern machten mir auch noch ein Speck-Ei-Sandwich und wärmten Wasser für meine Instantnudeln auf… viel besser als der Thunfisch aus der Dose, den ich eigentlich essen wollte. Dermot und Sharon waren sehr nett und hilfsbereit. Sie feierten an diesem Tag ihren Geburtstag und ich meinen Hochzeitstag. Wir unterhielten uns nett an diesem Abend und ich glaube, sie waren von dem Segensgebet berührt.
Es war ein langer Tag gewesen. Es war jetzt dunkel und es gab kein Internet auf dem Campingplatz… Gute Nacht, Astrid, alles Gute zum Hochzeitstag! Ich liebe Dich!!!




