14. Jul 2025
Knockree - Glendalough
Streckeninfo:
27.96 km
1295 hm
ca. 9h 28m
Strecken-Detail-Ansicht
Foto 1: „Wicklow Way“
Die Blase an meinem linken Fuß nässte heute Morgen noch. Ich hatte Bedenken, mit ihr 30 km und 1400 Höhenmeter zu wandern. Gleich nach dem Frühstück schickte ich eine WhatsApp "Broadcast" Nachricht, um die Leute über meine aktuelle Herausforderung zu informieren, und sofort antworteten einige, dass sie für mich beten würden. Gott hat diese Gebete erhört. Ein Mann, der in der Herberge arbeitet, fragte mich, wohin ich heute gehen und wo ich übernachten würde. Normalerweise brauchen Wanderer wegen der großen Höhenunterschiede zwei Tage, um nach Glendalough zu gelangen. Als ich sagte, dass ich dort in der Herberge übernachten würde, meinte er, er würde später am Vormittag hinfahren und bot an, einen Teil meiner Ausrüstung mitzunehmen. Ich nahm dankend an und gab ihm mein Zelt, meinen Kleidersack und meinen Hygienebeutel. Das nahm mir über sechs Kilo von den Schultern. Mein Fuß bereitete mir während der Wanderung keine Probleme, nur am Ende des Tages, nachdem ich meine Schuhe ausgezogen hatte. Das war ein Geschenk des Himmels.
Foto 2: „Lough Tay – Der Guinness-See“
Auf diesem Foto ist der weiße Sand am oberen Rand des Sees nicht zu sehen, aber das dunkle Wasser und der weiße Sand erinnern an ein Pint Bier. Hier habe ich meine Mittagspause gemacht. Ich hatte heute so viele Begegnungen und Gespräche mit Menschen über ̀Gott, dass ich sie unmöglich alle in einem Blogbeitrag erzählen kann. Eine davon fand an diesem Ort statt. Ich kam mit einem jungen Paar aus Leipzig ins Gespräch, das kaum kirchlichen Bezug hatte. Ich erklärte ihnen den Unterschied zwischen religiösen Ritualen und einer echten Beziehung zu Gott durch Jesus. Ich betete für ihren Lebensweg, dass sie die Bestimmung finden würden, für die Gott sie geschaffen hat. Auf dem Weg zum See hatte ich ein ähnliches Gespräch mit einem anderen Paar aus Irland. Nachdem ich für sie gebetet hatte, sagte die Frau: „Das musste ich heute hören.“ Als ich den See verließ, fragte mich ein älteres Ehepaar aus Irland, wohin ich mit so einem großen Rucksack unterwegs sei. Als ich sagte, dass ich Pastor und Pilger sei, bat mich die Frau sofort, für sie zu beten. Der Mann war vor Kurzem beinahe an einer schweren Infektion gestorben, die Frau machte gerade eine schwere Zeit durch, und sie hatten sich erst kürzlich verlobt und planten zu heiraten. Ich sprach ihnen Mut zu und betete gern dafür, dass der Gute Hirte sie auf ihrem gemeinsamen Weg behüten und führen möge. Mehrmals sagten sie: „Das sollte heute so sein!“
Foto 3: „Irische Wandergruppe“
Nicht weit vom See entfernt sah ich ein Schild am Straßenrand mit der Aufschrift „Vorsicht – Filmteam“. Einige Meter weiter bog der Pfad links von der Straße ab. Die Gruppe auf dem Foto saß dort und machte eine Pause. Ich fragte sie, ob sie zum Filmteam gehörten. Sie antworteten, dass sie dafür nicht berühmt genug seien und fragten, ob ich berühmt sei. Ich sagte: „Vielleicht … Sie wissen nicht, wer ich bin!“ Dann wollten sie es wissen, wer ich sei. Als ich erwähnte, dass ich Pastor und Pilger bin, fragte mich eine Frau namens Ciara, die in meiner Nähe stand, ob ich für sie beten würde. Sie fragte mich dann, ob ich ihr die Hand auf den Kopf legen und für inneren Frieden beten würde. Das tat ich. Ich betete, dass die Segnungen aus Psalm 23 auf sie kämen. Je mehr ich betete, desto stiller wurde es um uns. Alle sahen zu. Als ich fertig war, sagte Ciara, sie habe gespürt, dass etwas geschehen sei, und erzählte, dass sie die Serie „The Chosen“ gesehen habe und sich nach einer Verbindung zu Jesus sehne, aber nicht wisse, wie. Sie bat auch um Gebete für ihren Sohn Rocky, der eine besondere Beeinträchtigung hat. Bitte betet für Ciara und Rocky, dass Gott in ihrem Leben wirkt. Nein, es war kein Filmteam, sondern eine Wandergruppe, die gerade dort ihre Tagestour beendet hatte.
Foto 4: „Wandergruppe aus Holland“
Was für eine tolle Gruppe junger Männer … sie alle lieben Jesus! Sie besuchten gemeinsam eine private christliche Schule in Holland und setzen ihre christlichen Aktivitäten nun als junge Erwachsene fort. Sie sind gute Freunde und folgen Jesus nach. Ich habe mit vielen säkularen Menschen aus Holland gesprochen, für die Gott keine große Rolle in ihrem Leben spielt. Die Begegnung mit dieser Gruppe junger Männer hat mir Hoffnung für Holland gegeben. Sie haben für mich gebetet und ich habe für sie gebetet.
Foto 5: Talabgang vom Berg nach Glendalough




