25. Jun 2025

Crianlarich - Inversnaid

Streckeninfo:

22.65 km 716 hm ca. 6h 33m

Strecken-Detail-Ansicht


Foto 1: „Loch Lomond“
Dies ist der letzte See, an dem ich auf dem West Highland Way entlangwandere. Den ersten Teil gehe ich heute, den Rest morgen und übermorgen. Früh am Morgen kam mir ein junges Paar aus Deutschland entgegen. Der Vater trug einen kleinen Jungen auf dem Rücken. Ich blieb stehen und sagte: „Du trägst eine sehr kostbare Last!“ Der Junge hieß Benjamin. Ich fragte die Beiden, ob sie die biblische Geschichte hinter dem Namen kannten. Das wussten sie nicht. Also erklärte ich ihnen, dass Rachel die geliebte Frau Jakobs war und bei der Geburt Benjamins starb. Mit ihren letzten Worten gab sie dem Kind den Namen „Ben-Oni“, Sohn meines Kummers. Jakob wollte nicht, dass sein Sohn für den Tod seiner Mutter verantwortlich gemacht würde, indem er diesen Namen sein Leben lang trug. Deshalb änderte er ihn in „Ben-Jamin“, Sohn meiner Rechten, was so viel bedeutet wie „der Gesegnete und Gunsthabende“. Dann fragte ich, ob ich ein Segensgebet für ihr Kind sprechen durfte. Benjamin strahlte über das ganze Gesicht, als ich das Gebet sprach. Es war ein wunderbarer Start in den neuen Tag.

Foto 2: Kurz darauf begegnete ich Ethen. Er ist ein junger Mann, der erst vor Kurzem den Wendepunkt in seinem Leben mit Jesus gefunden hat. Ich konnte ihn auf seinem Weg mit Jesus bestärken und für ihn beten.

Foto 3: Am Vormittag kamen mir so viele Menschen entgegen, dass ich betete, Gott möge mir helfen, mit denjenigen in Kontakt zu treten, mit denen ich sprechen sollte. Eine besondere Überraschung war die Begegnung mit den beiden Mädchen Corry und Cayla, die an der Black Forest Christian Accademy südlich von Stuttgart arbeiten. Sie kennen Kirk und Amy Priest, die ein Gästehaus in der Nähe der Schule betreiben. Kirk und Amy sind gute Freunde von mir und meine Gebietsleiter der Assemblies of God. Gott scheint einfach zu wissen, wohin uns unsere Schritte führen…

Foto 4: „Willy springt über Steine, um über den Bach zu kommen.“
Nicht weit von hier sah ich einen älteren Mann, der allein mit einer Tasche an der Seite unterwegs war. Wir kamen ins Gespräch. Er heißt Gorden und war unterwegs, um seinen Trauerschmerz zu lindern. Vor etwa einem Jahr starben seine geliebte Frau und ihren gemeinsamen Hund fast zeitgleich. Gorden hatte die Asche seiner Frau und des Hundes in dieser Tasche bei sich. Ich fühlte tief mit ihm. Ich sprach mit ihm über die Hoffnung, die wir in Jesus haben, der von den Toten auferstanden ist und die Macht des Todes gebrochen hat. Dann betete ich für Gorden, dass Gott ihn trösten möge, wie nur Gott es kann. Ich weiß, Gorden war von diesem Moment sehr berührt. Ich auch.

Foto 5: Die Wanderung entlang dieses Abschnitts von Loch Lomond war ziemlich anstrengend, sehr unwegsames Gelände, steile und felsige Auf- und Abstiege. Ich war froh, wohlbehalten in der Herberge anzukommen … es hat nur etwas gedauert.

Impressionen