25. Sep 2026
Marzling - Buch am Erlbach
Streckeninfo:
27.19 km
375 hm
ca. 6h 2m
Strecken-Detail-Ansicht
Foto 1: Heute ist der letzte von 102 Tagen auf dem Snail-Trail von Schottland zurück nach Hause nach Deutschland. Astrid hat mich gestern Abend in Marzling abgeholt, damit ich nicht im Zelt am Isarufer übernachten muss. Heute wandere ich also mit einem leichten Rucksack, in dem nur mein Mittagessen, Wasser und ein paar andere Dinge sind. Robert und sein Hund Sari aus Moosburg begleiten mich auf diesem letzten Abschnitt, genau wie letztes Jahr auf meinem Rückweg vom Schneckenweg 3.0. Das Wetter ist optimal. Ich hatte gestern Abend ein gutes Abendessen und heute Morgen ein gutes Frühstück und habe nachts gut in meinem eigenen Bett geschlafen. All die vergangenen Tage blieb es eine offene Frage, ob ich es bis heute schaffen würde. Jetzt weiß ich es. Gottes Gnade hat mich wieder nach Hause gebracht.
Foto 2: Der Weg entlang der Isar verwandelte sich an einer Stelle in einen Dschungel. Umgestürzte Bäume versperrten hier und da den Pfad. Es war offensichtlich, dass in der letzten Zeit nur sehr wenige Menschen diesen Weg gegangen waren. Die meisten benutzen den bequemeren Radweg auf der anderen Flussseite. Nichts geht über ein kleines Abenteuer am letzten Tag…
Foto 3: Ups! Sari muss wohl auf eine Biene oder auf Brennnessel getreten sein. Sie hatte zwar keine Schnittwunde am Fuß, aber irgendetwas schien ihn zu stören. Immer wieder blieb sie stehen, setzte sich hin und leckte ihn. Robert trug Sari dann wie ein Hirte das Lamm auf seinen Schultern etwa 1,5 km weit zu einer Stelle, wo seine Tochter sie mit dem Auto abholen konnte. Wir setzten den Weg zu mir nach Hause ohne Sari fort, nahmen aber einen anderen Weg als ursprünglich geplant.
Robert möchte eines Tages den Jakobsweg nach Spanien wandern. Er ist auch auf dem Weg mit Jesus und versucht, dies inmitten aller Herausforderungen im Leben und Beruf zu tun. Wir sprachen über den Pilgerweg und den geraden, schmalen Weg unterwegs mit Jesus.
Foto 4: „Willy freute sich, seine Flossen wieder in seinen Heimatfluss zu tauchen.“
Ich bin schon an den Ufern von Ozeanen, Seen und vielen Flüssen entlang gewandert, aber an der Isar entlang zu wandern ist anders. Sie ist mein „Heimatfluss“. Ich kenne die Anblicke, Geräusche, Gerüche, die Flussbiegungen und die Kiesbänke. Ich erkenne die Pflanzen, die hier wachsen, und den Gesang der Vögel. Es ist ein Teil des Gefühls, wieder zu Hause zu sein.
Ich hoffe, Alfie aus Downpatrick in Irland liest diesen Blog. Er bat mich, dieses Band mit den Metallklammern seines Sportvereins mit nach Deutschland zu nehmen und es in einen Fluss in der Nähe meines Zuhauses zu werfen. Ich sagte ihm, dass ich es nicht in den Fluss werfen, sondern ein Foto davon am Ufer machen und es hier im Blog veröffentlichen würde. Ich habe mein Versprechen gehalten. Alfie, bitte wisse, dass Jesus auch sein Versprechen halten wird, bei dir zu sein und dich durchs Leben zu führen, wenn du ihn darum bittest und ihm vertraust.
Foto 5: Es ist so schön, nach so einer langen Reise wieder zu Hause zu sein! Meine wundervolle Familie hat auf mich gewartet, und wir haben das amerikanische Thanksgiving-Fest zwei Monate früher mit Truthahn und allem Drum und Dran gefeiert!




