24. Sep 2026

Weichs - Marzling

Streckeninfo:

35.21 km 466 hm ca. 7h 52m

Strecken-Detail-Ansicht


Foto 1: Ich konnte es kaum fassen! Nur zwei Wanderungen von zu Hause entfernt sah ich dieses schottische Hochlandrind auf einer Weide hier in Deutschland grasen! Meine Wanderung begann mit einem Hochlandrind in Schottland und endete mit einem in Deutschland. Es war ein besonderer Moment, in dem mir bewusst wurde, dass Gottes Gnade und Güte mich von dort bis hierher geführt hatten.

Foto 2: Schon als Kind fand ich, dass sich die Farben Lila und Gelb wunderbar ergänzen. Die lila Phacelia und die gelben Sonnenblumen werden in Deutschland nach der Ernte oft als schnellwachsender Gründünger auf den Feldern ausgesät. Sie binden Nährstoffe, verhindern die Stickstoffauswaschung und verbessern den Boden. Bienen lieben den Nektar dieser Spätblüher vor dem Winter… und ich mag die Farben!

Foto 3: Im Hintergrund sieht man die deutschen Alpen. Auf den Snail-Trails 1.0 und 2.0 musste ich sie durchqueren, um nach Spanien und Griechenland zu gelangen. Diesmal war ich froh, sie nur aus der Ferne zu sehen.

Foto 4: „Kranzberger See“

Hier habe ich meine Mittagspause gemacht. Hier fand auch mein letztes Gott-Talk auf dem Snail-Trail 4.0 statt. Ralph ging mit seinem Hund spazieren, der auf mich zukam und einfach stehen blieb. So kamen Ralph und ich ins Gespräch. Ich erzählte ihm meine Geschichte und er mir seine. Er sieht sich als Schamane in der Tradition der Lakota-Indianer. Er verbindet dies mit einer synkretistischen Anspielung auf Jesus. Ralph war so berührt von dem Gebet, das ich für ihn gesprochen hatte, dass er nach Hause fuhr, um mir eine Bussardfeder zu holen – als Zeichen des Segens aus seiner Tradition. Vielleicht besucht er uns ja eines Tages in unserer Kirche in Moosburg. Er hatte danach gefragt. Übrigens gibt es in meiner Heimatstadt Cincinnati, Ohio, einen ganzen Schulbezirk, der nach den Lakota-Indianern benannt ist. Ich erwähnte das gegenüber Ralph, um eine Brücke im Gespräch zu schlagen.

Foto 5: Die Stadt Freising mit dem Domberg im Hintergrund. Der heilige Bonifatius gründete im Jahr 739 n. Chr. das Bistum Freising und machte den Domberg zur Bischofsresidenz. Später wurde das Bistum nach München verlegt. Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Blogbeitrag über Winfried von Wessex/den heiligen Bonifatius/den Apostel der Deutschen, die ich während meiner Wanderung an der Küste Südenglands verfasste. Und wieder einmal hat sich der Kreis vom Pilgerweg geschlossen.

Impressionen