05. Nov 2023

Rückreise nach Deutschland

Streckeninfo:

km hm ca.

Strecken-Detail-Ansicht


Gott liebt schwierige Menschen. Im Hostel in Muxia traf ich einen Belgier, Phillipp, der einer dieser einzigartigen Menschen war, die Gott hin und wieder zu uns schickt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, von seiner liebevollen Gnade zu hören. Als Phillipp aufwuchs, hatte er ein sehr hartes Leben. Er wurde von den Kindern in seiner Nachbarschaft gemobbt und von seinem eigenen Vater verachtet. Später im Leben wurde er von seiner Frau und seinen Kindern abgelehnt und verlassen. Es gab viel Schmerz in seiner Vergangenheit, die seine Gegenwart noch sehr prägt. Phillipp behauptete, einen überdurchschnittlich hohen IQ zu haben. Er wusste viele Dinge und redete gern... und viel. Im Laufe der mehrstündigen Unterhaltungen gestern Nachmittag und Abend und heute Morgen, während ich meine Mahlzeiten zubereitete und aß, gab es Momente, in denen ich meine Geschichte erzählen und die Botschaft Jesu erklären konnte. Jesus könnte ihm helfen, mit seiner Vergangenheit klarzukommen, habe ich ihm gessgt, aber er müsste denen vergeben, die ihn verletzt hätten. Das stünde außer Frage, ließ Phillipp mir sehr ausdrucksvoll verstehen. Er wollte dann wissen, warum ich den Gesprächsverlauf unabhängig von der besprochenen Frage oder dem Problem immer wieder auf Jesus lenkte. Ich sagte, dass Jesus mein innerer Kompass ist, der mir die Orientierung gibt, die ich im Leben brauche. Dann fragte er mich, was mit meinem Kompass auf dem Mond passieren würde. Ich wusste, dass dies eine Herausforderung war und antwortete: „Ein Kompass von dieser Erde wäre auf dem Mond nutzlos, weil es auf dem Mond keinen Nordpol gibt. Aber Jesus ist jenseits irdischer Grenzen. Er ist derselbe gestern, heute und für immer. Die Verbindung zu Jesus bricht nie ab. Ich habe stets die Orientierung, die ich für mein Leben brauche.“ Phillipp antwortete: „Ich kann sehen, dass du ein intelligenter Mensch bist. Heute habe ich gelernt, dass ein intelligenter Mensch immer noch starke Überzeugungen von Gott und Jesus haben kann.“ Es hat mich traurig gemacht zu sehen, wie ein verletztes Herz so verhärtet werden kann, dass es für Gottes Liebe und Gnade schwierig ist, ihm Heilung zu bringen. Vielleicht war das Gespräch wie eine kleine Salbe auf der Wunde. Gott wird weiterhin versuchen auf Phillipp und Menschen, so wie er ist, zuzukommen, denn er liebt Menschen, die wir für schwierig halten würden.

Video: Meine Tochter Jacky und der Kater Mo bereiten sich auf meine Rückkehr nach Hause vor...

Foto 1: (Sonntag, 5. November) Mein letztes Bild, bevor ich losfuhr, um den Bus von Muxia zurück nach Santiago de Compostela zu nehmen. Mir ging es nicht so gut, ich bin in den letzten drei Nächten geschwitzt aufgewacht. Wahrscheinlich fing mein Körper an, echt unter dem Wetter mit dem ständigen Wechsel zwischen Wind, Regen und Sonne in den letzten drei Wochen zu leiden. Ich glaube, mein Körper will sagen: „Jetzt reicht es! Geh zurück nach Hause!“

Foto 2: (Montag, 6. November) Das war eines der schlimmsten Fernreiseerlebnisse, die ich je hatte. 20 Stunden lang bin ich in diesem Bus von Santiago nach Paris gefahren. Der Sitz war sehr unbequem, ich konnte kaum schlafen und mit dem Darm war nicht gut, "Kirschen zu essen"... oder sonst was.

Foto 3: (Dienstag, 7. November) Ich war so froh, aus dem Bus auszusteigen, mich auf den Weg zum Bahnhof Ost-Paris zu machen und in den Zug nach Stuttgart und weiter nach München zu steigen. Nach einigen Verzögerungen erreichte ich schließlich München und um 18:20 Uhr kam ich in Moosburg an. Astrid, Jacky und Sorin waren da, um mich abzuholen. Das Willkommen-Zuhause-Schild, das im Videoclip oben gemacht wurde, war jetzt im Eingang sichtbar und konnte von der Straße aus gesehen werden. Es ist so schön, wieder zu Hause zu sein!

Foto 4: (Mittwoch, 8. November) Ich erhole mich jetzt von der Rückreise. Die Gesundheitsbeschwerden lassen langsam nach. Ich sitze auf meinem Lesesessel mit der Bibel auf meinem Schoß. Ich freute mich wirklich auf diesen Moment.

Impressionen