02. Nov 2023

San Roque - Cape Finisterre

Streckeninfo:

18.70 km 485.00 hm ca. 7h7m

Strecken-Detail-Ansicht


Video: Ich bin Euch sehr dankbar, dass Ihr für mich gebetet habt. Es hat mich immer wieder ermutigt, zu wissen, dass Ihr den Blog liest und mitfeiert, dass ich die ganze Strecke schaffe. Ihr wart Teil dieser Reise und gerne habe ich Euch durch die Bilder und Berichte mitgenommen!

Foto 1: Heute war ein weiterer Mix aus Sonne, Regen und Wind. Es war meine Hoffnung, dass wir zumindest die Erfahrung am Kap und die Ausblicke genießen konnten... und so war es auch. Heute war der lezte Tag mit Peter zusammen unterwegs.

Foto 2: Kilometer 0,0 markiert das Ende des Weges zum Kap Finisterre. Der Jakobuslegende zufolge war der Apostel Jakobus an das angebliche Ende der Welt gereist, um die Botschaft Christi zu verkünden. Wenn irgendein Teil der Legende wahr ist, dann, dass die Menschen in Spanien nicht daran interessiert waren, zu hören, was der Apostel zu sagen hatte. Angeblich wurden die Knochen des heiligen Jakobus nach seiner Enthauptung zunächst in Finisterre und dann Hunderte von Jahren später in der Kathedrale von Santiago de Compostela beigesetzt. Aufgrund dieser Verbindung zwischen Santiago und Finisterre in der Jakobuslegende werden viele Pilger nach ihrem Besuch in Santiago weiter zur Küste nach Finisterre pilgern und einige gehen dann auch auch zu einer anderen Küstenstadt namens Muxia. Genau das habe ich vor.

Foto 3: Im Mittelalter brachten Pilger oft eine Muschel aus Finisterre mit, um zu beweisen, dass sie den ganzen Weg dorthin UND zurück geschafft hatten. Damals gab es keine Busse, Züge oder Flugzeuge für die Rückreise. Ich hatte große Hoffnung, am Strand von Finisterre meine eigene „St. James“-Muschel zu finden, und war sehr glücklich, als ich sie fand.

Foto 4: Denkmal für den Pilgerwanderschuh. Das Kleben und Abkleben der Schuhspitzen meiner Schuhe schien zu helfen. Ich habe die gesamte Pilgerreise bis heute mit demselben Paar Schuhe überstanden! Ich bin mir sicher, dass sie die letzten beiden Wanderungen nach Muxia überstehen werden.

Foto 5: Das Kreuz am Kap Finisterre. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass der Jakobus es jemals nach Spanien geschafft hat, haben die Legende und die Geschichte der Pilgerfahrt im Laufe der Jahrhunderte Tausende und Abermillionen Menschen dazu gebracht, den Jakobsweg zu beschreiten. Viele, die das tun, werden irgendwo auf dem Weg oder am Ende eine Gotteserfahrung machen. So erging es auch Philipp, einem nur wenige Jahre jüngeren Franzosen als ich, den ich in meinem Hostel in Finisterre kennengelernt habe. Die tiefen Falten in seinem Gesicht zeigten, dass das Leben für ihn nicht immer so einfach gewesen war. Wir aßen zusammen zu Abend. Ich erzählte ihm meine Geschichte und hörte seine an. Philipp wollte mehr darüber erfahren, was es bedeutet, mit Jesus unterwegs zu sein. Ich nahm mir die Zeit, Gottes Gnade und Erlösungsplan von Adam im Garten bis zu Jesus am Kreuz zu erklären. Philipp suchte nach Orientierung. Ich sagte ihm, dass es das Werk des Heiligen Geistes bei der Schöpfung war, dem Chaos eine göttliche Ordnung zu geben, damit Leben entstehen konnte. Der Heilige Geist tut dasselbe in unserem Leben. Er haucht Gottes Ordnung, Gottes Reich in unsere Seele ein, damit neues geistliches Leben entstehen kann. Das Licht in der Seele wird eingeschaltet, das die Sünde ausgeschaltet hatte. Philipp betete, dass Jesus kommen und das Licht in seiner Seele anzünden würde. Was für eine schöne Art und Weise, den Camino am „Ende der Welt“ zu beenden!

Meilenstein: Kilometer 0.0 nach Kap Finisterre
Meilenstein: 9x Mt. Everest

Impressionen